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Kampf dem Schweinehund dpa/gms; Münster/Zwickau - Die Damenwelt wird es im Kino mit Freude zur Kenntnis genommen haben: Klinsmanns Kicker machten auch unter der Dusche eine gute Figur. Muskulös sind nicht nur die Beine, auch Brust und Arme müssen sich nicht verstecken. Freizeitsportler sollten sich die Fußballprofis zum Vorbild nehmen. Denn Muskeln sehen nicht nur gut aus. Sie kommen auch dem gesamten Körper zugute. Muskelaufbau schützt vor Rückenschmerzen und Knochenschwund. Ist der innere Schweinehund erst überwunden, klappt es mit dem Abnehmen. "Krafttraining ist für jeden sinnvoll", sagt der
Sportmediziner Prof. Klaus Völker von der Universität Münster. Werden die
Muskeln regelmäßig beansprucht, regt das die Muskelfasern zum Wachstum an. Die
Fasern lagern während der Erholungsphase nach dem Training vermehrt Proteine ein
und wachsen in die Breite: Aus dünnen Fäden werden kräftige, dicke Seile. Das
geschieht aber nur, wenn die "Fäden" beim Training über die Normalleistung
hinaus gefordert wurden. Ohne Schweiß geht das nicht! "90% der Leute wollen sich
nicht anstrengen", sagt Michael Branke, Diplom-Sportlehrer bei der Deutschen
Fitnesslehrer Vereinigung mit Sitz in Baunatal (Hessen). Wer es doch tut,
gewinnt: Menschen, die regelmäßig ihre Muskeln trainieren, haben im Alter von 70
Jahren die gleiche Muskelmasse wie untrainierte 30jährige, erklärt der
Sportwissenschaftler Klaus Zimmermann aus Zwickau. Die Muskulatur ist der körpereigene Ofen, in dem die Kalorien
verbrannt werden, erklärt Zimmermann. Während des Krafttrainings steige der
Kalorienverbrauch auf das drei- bis fünffache der normalen Intensität. Aber auch
in den Ruhezeiten ist der Kalorienverbrauch bei einem Trainierten höher als bei
einem Unsportlichen. Weiterer Vorteil des Muskeltrainings: Die Koordination des
Bewegungsapparates wird geschult, die Gefahr von Stürzen im Alter verringert. Literatur: Klaus Zimmermann "Gesundheits-Muskeltraining". Praxishandbuch |
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